Requisite



Unser Fundus gibt eine Menge her. Was fehlt wird bei Freunden und Verwandten gefunden, in Läden, auf Flohmärkten oder im Internet erworben oder kurzerhand selbstgebastelt. Wir legen großen Wert auf zeitgemäße und originalgetreue Ausstattung.



Requisite – was's das denn?
(aus dem Programmheft zu "Ein Sommernachtstraum")

Requisiteure gibt es in diversen Aufführungen, man bezeichnet sie gern als Hamster, Schrottsammler, Schnorrer und so weiter. Beim Sommernachtstraum führte uns eben diese Hamsterei und ähnliches in einen Supermarkt, um 15 Kartoffelsäcke zu hamstern.

Danach wurde es brutal. Wir folterten mit diesen Säcken eine handelsübliche Waschmaschine – oops! – das fusselt (und stinkt)! Nachdem aus diesen kleinen Stinkern durch Zusammennähen ein großer geworden war (Codename: Mauer), schlichen wir uns heimtückisch an ein argloses Treppengeländer. Mit einem blitzenden Tomatenmesser sägten wir ohne Gnade drauflos, und aus dem Tampen wurden Ranken.
Wie im Flug verging die Zeit, darum machen wir es kurz: Wir holten noch schnell den Mond vom Himmel, natürlich unter anderem...

Es kommt wie's kommt, nach dem Höhenflug folgt eine Landung. Nun sind wir wieder mal fertig und wünschen einen guten Flug durch unseren Sommernachtstraum.

Petra Lorenz
Nov. 2001



Aufgaben eines Requisiteurs und Inspizienten
(von Stefanie Raulfs, Jan. 2006)

Personalunion
In vielen Amateurtheatern und kleinen professionellen Bühnen werden die Aufgaben eines Requisiteurs/einer Requisiteuse und die eines Inspizienten/einer Inspizientin von einer Person wahrgenommen. Deshalb wird im Verlauf dieses Aufsatzes diese Person mit „RI“ abgekürzt. Diese Person kann auch bei der Beschaffung von Möbeln mitwirken.

Vorbereitungen
Der Requisiteur/Die Requisiteuse (bzw. Inspizient/Inspizientin RI) sollte ein Exemplar des Stückes so bald wie möglich bekommen, aufmerksam lesen und sich die Requisiten notieren. Dabei ist es sehr nützlich, wenn die einzelnen Seiten des Stückes fotokopiert und in einem Hartschalenordner abgeheftet werden. Auf den leeren Rückseiten kann der RI unter Markierung der entsprechenden Textstelle notieren, welche Requisiten als „feste Ausstattungsgegenstände“ für das Bühnenbild benötigt werden. . Außerdem muß der RI notieren, welche Requisiten jeder Darsteller/jede Darstellerin im Verlauf des Stückes braucht. Das heißt, wer bringt was von wo auf die Bühne, verwendet es wie auf der Bühne und wohin verschwindet das Requisit wieder. Die meisten Requisiten gehören in die Gruppe der „schon-da-verwendet-schon-wieder-weg“-Requisiten. Einige wenige Requisiten sind so eng mit dem Charakter einer Rolle verbunden, daß der Darsteller/die Darstellerin sich selbst darum kümmert. Aber besorgen muß sie trotzdem der RI. Praktisch sind verschiedene Listen, in denen die „persönlichen Requisiten“ von denen der „schon-da…“, denen der „verbrauchbaren“ und denen der „Ausstattungsgegenstände“ getrennt sind.

Requisiten - die unbekannten Dinge? Besorgen der Gegenstände.
1. Fundus.
2. Selbst anfertigen.
3. Borgen.
4. Sich schenken lassen.
5. Mieten.
6. Kaufen.
Die Listen der verschiedenen Requisiten werden so schnell und gründlich wie möglich abgearbeitet. Vom Budget und der Ausstattung des Stückes hängt es ab, ob Proberequisiten auch als endgültige Requisiten verwendet werden können.

Proben
Oft kümmert sich der RI auch um die Beschaffung eines Probenraumes. Die Proberequisiten sind recht einfach zu beschaffen und im Proberaum zu drapieren. Oft handelt es sich nur um Stühle, einen Tisch, einfache Gläser, meistens eben Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Sollte es schwieriger sein, kann man z.B. ein Telefon mit einer leeren Flasche oder eine Waffe mit einem Stock improvisieren. Aber für die Darsteller sind entsprechend richtige Dinge immer besser als Ersatz.

Gruppen von Requisiten
1. Probenrequisiten
2. Aufführungsrequisiten
3. "persönliche" Requisiten
4. "statische" Requisiten
5. verbrauchbare Requisiten

Aufgaben des RI bei den Aufführungen
Das Bühnenbild wird u.A. mit Hilfe des RI eingerichtet und er/sie hilft auch bei der Einrichtung der „statischen“ Requisiten. Die Vollständigkeit der anderen Requisiten wird geprüft und evtl. Nahrungsmittel noch beschafft.

Die Requisiten sollen auf extra dafür markierten Tischen und/oder auf dem Fußboden (je nach Größe und Anzahl der Requisiten)derart platziert werden, dass sie am einfachsten für die Darsteller zu greifen sind, so bald sie auf die Bühne müssen, bzw. wieder wegzulegen sind, sobald sie ihren Abgang haben. An den wichtigsten Stellen in den Kulissen und Garderoben sollen Ablaufpläne des Stückes ausgehängt werden. Diese Pläne macht entweder ein Regieassistent oder der RI und hängt sie auch aus, zusammen mit der vom Regisseur angefertigten Applausordnung.

Wenn auf der Bühne und in den Kulissen alles vorbereitet ist, die Darsteller anwesend, kostümiert und geschminkt sind, sollte der RI dafür sorgen, dass jeder ca. 5 Minuten vor Stückbeginn an der Stelle ist, vor der er/sie auftreten soll. Für diese rechtzeitige Positionierung hat der RI während des ganzen Stückes zu sorgen. Weiterhin gilt es zu kontrollieren und zu helfen: Richtige Requisiten beim richtigen Darsteller; Kontrolle der „persönlichen Requisiten“; Anreichen von Requisiten an Darsteller; Annahme von Requisiten beim Abgang eines Darstellers; die Zeit pro Vorstellung stoppen; Spezialeffekte auf Stichwort veranlassen oder selbst in Gang bringen; Szenenumbau auf Bühne; Abräumen von Requisiten bei Szenenwechsel auf Bühne; Vorhang bedienen (falls Zeit dazu, sonst Helfer organisieren); manchmal soufflieren; manchmal für Darsteller einspringen; manchmal beim Kostümwechsel helfen; manchmal Geräusche erzeugen; und vieles mehr, was jedoch vom Stück abhängig ist.

Nach Stückende ist es ratsam, dass der RI vom Bühnenbild und Requisiten so viel herrichtet wie möglich, denn man weiß nie, was am kommenden Tag alles dazwischen kommen kann, und die Vorbereitung für die neue Vorstellung verzögern könnte.

Nach dem Ende einer Spielzeit sind die Requisiten wieder gut zu verpacken, und zu den entsprechenden Stellen etc. zurückzubringen. Geborgte oder gemietete Requisiten sind gegen Quittung zu retournieren und neu gekaufte Dinge in den Fundus einzuordnen. Alle Listen, Formulare und Quittungen sollte der RI samt Textheft ordentlich abheften.

Die längere Version kann man gern bei Stefanie Raulfs anfordern: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!



Alkoholika in unserem Stück SUGAR
(von Stefanie Raulfs, Jan. 2006)

Champagner
Nur der Perlwein aus der französischen Region “Champagne” darf als solcher bezeichnet werden. (Osgood weiß, was gut ist). Einst soll ein Mönch namens “Dom Perignon” das Getränk, was Frauen schwach, die Männer arm und Jerry heiratswillig macht, erfunden haben.

Manhattan
(Manhattan: ein Stadtteil von New York, Ursprung des Namens liegt in einer Indianersprache)
Der “Manhattan” soll um 1870 im gleichnamingen Nachtclub in New York erfunden worden sein. Seine Hauptbestandteile waren Wermut (s. “Vermouth”) und amerikanischer Whiskey (s. „Whiskey“ mit Roggen, z. B. „Van Winkle Family Reserve Rye“). Heutzutage wird ein “Manhattan” eher mit Bourbon, z.B. mit „Maker´s Mark“ als mit Whiskey (aus Roggen) gemischt.
Der zweite Hauptbestandteil des “Manhattan” neben dem Whiskey ist der Wermut. Man kann zwar süßen Wermut verwenden, darf dann die Bitterstoffe wie z.B. „Angostura”, „Abbott´s Bitter” oder “Fee´s Aromatic Bitter” nicht vergessen. Jene Zutat war unseren süßen Musikerinnen-Mäuschen leider nicht zugänglich, sie mussten sich sogar OHNE MARASCHINOKIRSCHEN behelfen (der schlaftrunkene Joe war perplex).

Vermouth, trocken oder süß
(vom deutschen „Wermuot Win“, ein mit Wermutkraut „Artemisia Absinthium“ angesetzter Wein)
Aus diesem Kraut hergestellte Getränke waren eigentlich Arzneien. “Vermouth” ist ein starker Aperitif-Wein, versetzt mit Gewürzen, Kräutern, und Essenzen von Rinde und Blumen, fast 50 Bestandteile.
Hauptproduzenten jenes Getränks sind Italien (Gebiet von Cuneo bei Turin) und Frankreich. Der weiße V. ist trocken, besser zum Mixen geeignet, der rote V. eher süß mit mindestens 15,5% Alkoholgehalt.
Leider waren diese Einzelheiten Jerry „Partygästen“ nicht bekannt, geschmeckt hat ihnen der Cocktail aus dem „Cocktailshaker“ aber trotzdem.

Whiskey
Das Wort Whisk(e)y stammt aus dem Gälischen und ist eine Abkürzung des Wortes, "uisge beatha" oder, "usquebaugh". Es ist gleichbedeutend mit Lebenswasser, entsprechend dem lateinischen Aquavit (aqua vitae) und dem französischen, eau-de-vie". Whisk(e)y ist der bedeutendste Getreidebrand und kommt ursprünglich aus Schottland und Irland. Früher wurde er nur aus Gerste und Hafer hergestellt, heute werden auch Weizen, Mais und Roggen zur Herstellung verwendet.

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Die Theatergruppe Spunck ist eine Betriebssport-Sparte
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